„Mainz 05 ist ein klasse Verein, der Unterstützung verdient. Wir als Mainzer Unternehmen tragen einen Teil dazu bei, die Zukunft der 05er im Profi-Fußball zu sichern.“ Benoît Claire bei der Bekanntgabe des Sponsorings Mitte 2007.
Für den Verein Mainz 05 ist es eine Investition in die Zukunft. Für Coface Deutschland ist es eine Investition in Bekanntheit und Image. Die Coface Arena ist somit in jeder Hinsicht ein zukunftsweisendes Projekt. Als sich 2007 der Standort Europaplatz für das Stadion herauskristallisierte, kam bei Coface Deutschland die Idee auf, sich auf ein völlig neues Feld zu begeben. Sportsponsoring war bislang nicht auf der Agenda. Zu komplex das eigene Business, kein Verbrauchergeschäft, reines B2B. Warum dann doch? "Gerade deshalb", sagt Marketingleiter Rudolf Kratzsch. "Weil es eben untypisch ist für ein Unternehmen wie uns, etwas worüber man redet." So ist es. Schon die Bekanntgabe des Sponsorings im Jahr 2007 sorgte für hohe Aufmerksamkeit außerhalb der eigentlichen "Zielgruppe". Aber auch in der Business-Klientel. "Das ist unser Ziel", beschreibt Vertriebsvorstand Stefan Brauel. "Wir wollen zusätzlich zu unserem guten Image bei unseren Kunden und Geschäftspartnern auch in der Breite bekannter werden."
Und so geschah etwas Untypisches: Ein Fan von Schalke 04 (Stefan Brauel) und ein Fan von Borussia Dortmund (Rudolf Kratzsch) gingen eine interne Spielgemeinschaft ein: für Mainz 05, den Verein, dem beide große Sympathie entgegenbringen, nicht nur wegen des Sponsoring-Engagements. Das gilt auch für Vorstandschef und Rugby-Fan Benoît Claire und Vorstandsmitglied Norbert Langenbach, der inzwischen bei jedem Spiel der 05er auf der Tribüne dabei ist. Sie waren sich einig: Coface Arena? Wird gemacht.

Und so geschah etwas weiteres Untypisches: Ein Unternehmen erwarb das Namensrecht an einem Stadion, für das es noch nicht einmal Baurecht gab. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Coface bereits jetzt einen Namensgeber für das neue Stadion gefunden haben und dass sich Coface als einer unserer Co-Sponsoren präsentiert“, sagte Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05, bei der damaligen Pressekonferenz. „Diese Kooperation demonstriert die Bedeutung des neuen Stadions als zukunftsweisendes Projekt für Mainz 05 und für die Stadt Mainz, die wir immer wieder betont haben. Wir sind sehr glücklich, dass wir in Coface einen Partner an der Seite wissen, der durch das frühzeitige und langfristige Engagement sein großes Vertrauen in Mainz 05 und sein großes Interesse an der nachhaltigen Entwicklung von Mainz 05 demonstriert und der als neuer Nachbar der Coface Arena zudem eine große Portion Herzblut in dieses Projekt investiert.“
Nun, mit der direkten Nachbarschaft wurde es zwar nichts. Die Stadt konnte nicht alle Grundstücke am Europaplatz kaufen. Aber auch einen Kilometer weiter wird die Coface Arena ein Hingucker werden. Für die Mitarbeiter von Coface Deutschland. Für alle Mainzer. Und für die Gäste aus ganz Deutschland, die zu den Spielen kommen werden.